Hochwasserschutzprojekt: Drei Rückhaltebecken entstehen im ersten Schritt

In der Marktgemeinde Hornstein läuft derzeit ein Hochwasserschutzprojekt. „Die Vorbereitungsarbeiten laufen schon einige Jahre, bei der letzten Gemeinderatssitzung wurden die Bauleistungen sowie die Bauaufsicht für die drei großen der sieben Rückhaltebecken vergeben“, so Bürgermeister Christoph Wolf.

Durch die Lage der Gemeinde an der Westseite des Leithabegebirges kam es in den letzten Jahren immer wieder zu Überflutungen des Ortsbachs. Die Veränderung der Klimasituation erzeugt sowohl im Hochwasserbereich wie auch durch Trockenzeiten immer mehr Extreme, welche durch die Rückhaltebecken abgefangen werden soll.

Grundlage für das Hochwasserschutzprojekt ist Studie, welche die Überflutungsflächen im Ortsgebiet bei einem 100-jährigen Hochwasser berechnet. „Die Berechnung setzt sich aus zahlreichen Faktoren zusammen und berücksichtigt unter anderem den Durchfluss des Ortsbaches sowie das Wasser, welches sich vom Berg ins Ortsgebiet ausbreitet“, so Wolf. Dabei zeigten sich zahlreiche Überflutungsstelen im Ortsgebiet.

„Die Rückhaltebecken müssen entsprechend dimensioniert sein, damit bei einem 100-jährigen Hochwasser die maximale Wassermenge, welche vom Berg in die Ortschaft rinnt, nur so viel ist, wie der Ortsbach an seiner engsten Stelle fassen kann“, führt der Bürgermeister aus. Die Kosten für die Errichtung der drei Becken liegen bei rund 1,9 Millionen Euro und werden zu 90% von Bund und Land übernommen. „Der Gemeinde bleiben somit anteilige Kosten von rund 230.000 Euro übrig“, erklärt der Bürgermeister die Finanzierung.

Renaturierung des Waldes im Fokus

Im Zuge der Errichtung der Hochwasserrückhaltebecken liegt der Fokus auch auf die Renaturierung des Waldes, erklärt Wolf: „Die Errichtung von Grundteichen in den Rückstauräumen der Hochwasserbecken schafft wertvollen Lebensraum für Tiere, welcher in Trockenperioden unerlässlich ist.“  

„Mit der raschen Umsetzung der ersten drei großen Rückhaltebecken entschärfen wir die Hochwassergefahr im Ortsgebiet enorm“, so Wolf.

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